EY stellt internationale Studie zu Korruption und (Wirtschafts-)Betrug vor

Unter dem Titel „Fraud and corruption – the easy option for growth?“ hat Ernst & Young dieser Tage eine Studie zu Europa, Mittlerer Osten, Indien und Afrika vorgestellt. Aufgrund der sehr breiten Datenbasis mit insgesamt 3.800 Interviews dürfen die Ergebnisse als sehr fundiert gelten.

Schon bei der Korruptionswahrnehmung kommt es dabei zu beachtlichen Unterschieden zum Referenzprodukt, dem CPI von Transparency International. So liegt, z.B., Portugal (CPI: 31 ) hier weit „vor“ Nigeria (CPI: 136), das Kopf an Kopf mit Griechenland (CPI: 69) liegt. Eine weitgehende Übereinstimmung findet sich allerdings in den Top Ten.

Immerhin 26% der befragten Manager in Deutschland stimmen der Aussage zu, dass Korruption in Deutschland weit verbreitet ist. 55% der deutschen Interviewpartner gaben an, dass Ihre obere Führungsebene eine klare Position zu Anti-Korruptionsrichtlinien im Unternehmen habe.

Im Zentrum der Studie steht die Relation zwischen Compliance und (Umsatz-)Wachstum. Die Ergebnisse scheinen die These zu stützen, dass Compliance kein Umsatzkiller ist, sondern sich sogar positiv auswirkt. Ob sich derarige Relationen in so kurzer Frist verlässlich messen lassen, bleibt für mich, auch wenn dieses Ergebnis sicher wünschenswert wäre, allerdings offen.

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